Himmelfahrt 2019

Auch in diesem Jahr haben sich wieder VHS-Sportler zahlreich, in Zahl 9, zur traditionellen Radtour über Christi Himmelfahrt eingefunden.


Ob unser Vorturner Hennes mit Sattel fahren konnte, stand noch bis zuletzt auf Messers Schneide. Der Ermüdungsbruch des Untergestells seines gut eingerittenen Brooks-Sattels machte ihm beinahe einen Strich durch die Rechnung. Aber dank des tüchtigen Einsatzes unseres technisch versierten Mitradlers Meinolf, brauchte Hennes nicht auf das gewohnte, bisweilen harte Sitzgefühl des Brooks verzichten.



Um 6.37 Uhr ging es für die Oelder am Mittwochmorgen, also am 29. Mai, am Bahnhof los. Dann hieß es erstmal für gute fünf Stunden Bahn fahren in Richtung Weimar.

Und damit wir unterwegs nicht so viel Alkohol trinken, hat Hennes eine Verbindung rausgesucht, bei der wir durch das regelmäßige Umsteigen nicht auf die Idee kommen sollten, eine Flasche Bier oder Wein auf zu machen. Außerdem ist der Verzehr von alkoholischen Getränken in manchen Zügen mit drastischen Sanktionen belegt. Als wir uns dann doch einmal ein Schlückchen Wein gönnten, wurden wir vom wachsamen Zugpersonal nicht gerade mit Wohlwollen überschüttet. Einige Radler sahen sich schon im Zug zurück nach Hause sitzen. Aber es ging alles gut und gegen Mittag erreichten wir wie geplant die Goethestadt Weimar.


Das Wetter sollte auf dieser Tour von Anfang an auf unserer Seite sein. Für zeitraubende Besichtigungen blieb keine Zeit. Wir wollten endlich auf die Strecke und wir wollten uns bewegen nach dem langen Sitzen.

Ja, da kommt einem wieder der allseits beliebte Song von dem Schlauchboot und den Nixen in den Sinn. Wie war das noch gleich, „Ich sitze im Schlauchboot und … “ Sofort hat uns die naturnahe Umgebung in ihren Bann gezogen.

Die Wege waren größtenteils gut befahrbar.

Ab und zu galt es die Orientierung nicht zu verlieren.

Viele schöne Kirchen, Mühlen und Burgen gab es unterwegs zu sehen.

Die Ilm, die Saale und die Unstrut sollten uns von nun an begleiten.

Generationentreffen

Hier legten einige Radler eine Bierpause ein.

Der Blick von der Terrasse unserer ersten Unterkunft Hotel Rebschule.

„Fährmann, hol über !“

Pause

Naumburg

Leider konnten wir keinen Blick in das Innere des Doms werfen, aber rundherum war es auch sehr schön.

Die alte Technik wird hier noch wertgeschätzt.

Dieser feuchtfröhliche Abend in Halle wird noch vielen Radlern lange in Erinnerung bleiben. Nachdem wir unser Quartier in einem B&B Hotel bezogen hatten, setzten wir uns zum Essen in den Biergarten des gut bürgerlichen Gasthofs „Zum Schad“ https://gasthaus-schad.de/.

Als wir so hungrig in der Speisekarte blätterten, gesellten sich diese drei Musikanten dazu. Den ganzen Abend über musizierten sie bekannte und unbekannte Volkslieder und Kinderlieder. Ich sag nur : „Geld ist nicht wichtig, nee, nee, aber scheeeen muß sie sein..!“ Wunderbar.

Einige aßen zur musikalischen Untermalung Pferd. Es muß ja nicht immer Schwein sein.

Diese lieben Leute haben uns in der tollen Gaststätte bewirtet.

Für den harten Kern war der Abend noch lange nicht zu Ende. Nachdem wir beschwingt den Weg zurück zum Hotel gefunden hatten, lud uns Jürgen und sein Mitschläfer Klaus R. noch auf einen Schlürschluck ein.

Auch der Webmaster war mit von der Partie. Am nächsten Morgen hab ich es etwas bereut, noch so lange durchgehalten zu haben. Aber es war ein super Abend.

Zum Schluß hat Klaus L. uns allen noch eine Gruselgeschichte erzählt, damit wir ruhig und friedlich einschlafen konnten.

Am dritten Tag ging es weiter an blühenden Wiesen vorbei…

Die NVA war auch noch da.

Ein hohler Baum, der trotzdem grüne Blätter trägt.

Pause mit Senf

Die vorletzte Einstellung, Nilgänse.

Ein alter Mann mit Handkarren zog kurz meine Aufmerksamkeit auf sich. Es war dieser entscheidende Moment, welcher diesem Tag eine ungeplante Wendung gab. Ich setzte mich wieder auf meinen Sturmvogel, aber die übrige Truppe war wie vom Erdboden verschluckt.

Ich fuhr über die Brücke und erspähte das bekannte Radwegschild „Saale-Unstrut“. Also nix wie hinterher, dachte ich. In Bernburg angekommen beschlich mich endgültig dieses ungute Gefühl, auf dem Holzweg zu sein. Als Meinolf mir dann meine Vermutung bestätigte, war für mich klar, dass ich mich hier an Ort und Stelle in den Zug zurück nach Oelde setzen werde.

In dem Zusammenhang fällt mir das Kinderlied wieder ein: „Neun kleine Radler fein, die fuhr’n auf Himmelfahrt, der eine hat – Good bye – jesacht, da waren’s nur noch acht. “ Alle sind letztendlich früher oder später wohlbehalten zu Hause angekommen. Es gab keine Verletzten, keine Pannen. Danke nochmal an die Organisatoren und Navigatoren Hennes und Meinolf, die zum Gelingen der Tour maßgeblich beigetragen haben. Ente gut, alles gut.

Euer Webmaster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.