Werre-Radtour

Am frühen Morgen des 1. November machten sich, wie schon in den vergangenen Jahren, einige unerschrockene Radler auf den Weg.

Der Wetterbericht ließ nichts Gutes erahnen. Die Temperaturen sollten am ersten Tag von Minusgraden zögerlich bis um die 10 Grad Celsius steigen. Die Sonne war nicht in der Lage, die graue Wolkendecke zu durchdringen. Der Regen begleitete uns dann am Nachmittag.

Aber zunächst trafen wir ( Hardy, Hennes, Jürgen, Klaus R., Meinolf, Wolli, Wolfgang) uns in einer Bäckerei in Lippstadt, wo wir uns bei einer Tasse Kaffee oder Tee aufwärmen konnten.

In Lippstadt bestiegen wir den Zug in Richtung Horn Bad Meinberg.

Der äußere Eindruck von dieser Bahnstation passte zu den trüben Wetteraussichten.

Aber wir sind schließlich erfahrene Radsportler und so waren wir natürlich auf diese widrigen Umstände eingestellt.

Wir folgten der Beschilderung in Richtung Lage bis nach Detmold. Hier legten wir eine längere Mittagspause ein.

Nach dieser kräftigen Stärkung hieß es wieder in die Pedale treten und der Werre weiter folgen. Das heutige Tagesziel war unsere Unterkunft „Riedhotel“ in Bad Salzuflen. Wie sich schon vom Namen her vermuten läßt, fällt dieses Hotel durch ein für diese Gegend ungewöhnliches Reetdach aus der Reihe.

Nachdem wir unsere Fahrräder in die Garage geschoben hatten, belegten wir rasch unsere Zimmer. Als erstes wurden die Heizkörper mit den nassen Jacken und Handschuhen zugedeckt. Dann ging es zum gemütlichen Teil über.

Es verhält sich ja so ähnlich, wie in den Bergen. Auch wenn der Weg noch so anstrengend und das Wetter noch so „schäbbich“ war, so läßt doch das Erreichen der Hütte, bzw. des Hotels und das damit verbundene Genießen des ersten Kaltgetränks alle Mühen und Schmerzen vergessen.

Der Samstag begrüßte uns mit deutlich höheren Temperaturen und nachlassendem Regen. Hurra ! Die Wetterverhältnisse stellten an diesem Morgen also nicht die größte Herausforderung dar. Es war vielmehr das Überqueren der Hauptverkehrsstraße direkt hinter dem Hotel. Hier hätte sich die Gruppe um ein Haar verkleinert. Aber es ging nochmal alles gut.


Wir fuhren an diesem Tag weite Strecken an Hauptstraßen entlang, um auf dem kürzesten Wege den Bahnhof in Bad Oeynhausen zu erreichen.

Bei den bisweilen langen Steigungen zeigte sich schnell, wer mit Motor fuhr und wer noch selbst treten mußte. Die „Normalos“ fielen durch eine weit nach vorn gerichtete Körperhaltung, durch eine hohe Trittfrequenz, durch keuchende Atemgeräusche, eine gerötete Gesichtsfärbung und nicht zuletzt durch ihre Langsamkeit auf. Die „Elektros“ sind durch eine bestechend entspannte Körperhaltung, vor allen Dingen an Steigungen, gekennzeichnet. Nicht selten fahren sie einhändig und weit zurückgelehnt, mit einem aufmunternden Spruch auf den Lippen an den „Normalos“ vorbei. Die Aufmunterung besteht zum Beispiel in Sätzen wie: „Hier geht es aber ganz schön rauf“, oder „Wir warten gleich oben auf euch“.


Weiter führte uns der Weg über Herford nach Bad Oeynhausen. Hier legten wir noch eine abschließende Pause ein.

Auf dem Bahnsteig entdeckte unser Jürgen ein vom Winde verwehtes Plakat.


Die Bahn brachte uns dann am Nachmittag schließlich zurück in die Heimat. Es war wieder einmal eine abwechslungsreiche Allerheiligentour. Danke an Hennes und Meinolf für die Planung und Leitung.

Bis demnächst

Euer Webmaster

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